Biologie

Naturwissenschaften – Chemie – Physik – Ernährungswissenschaften

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Unterrichtskonzept und individuelle Förderung

Curricula

Sekundarstufe I

Der Biologieunterricht setzt in der Erprobungsstufe (5/6) ein und wird mit 2 Wochenstunden erteilt. Wir knüpfen an die Arbeit der Grundschulen an, bemühen uns um eine Angleichung der fachlichen Voraussetzungen und stellen damit eine weitgehend gemeinsame Grundlage her. Ausgehend von den Alltagserfahrungen der Schülerinnen und Schüler werden diese an naturwissenschaftliche Konzepte und grundlegende naturwissenschaftliche Arbeitsweisen heran geführt.

Im Rahmen der Kernlehrpläne für das Fach Biologie unterscheidet man übergeordnete Basiskonzepte. Darunter versteht man grundlegende, für den Unterricht eingegrenzte und für Schülerinnen und Schüler nachvollziehbare Ausschnitte fachlicher Konzepte. Die vier für den Biologieunterricht der Sekundarstufe I bedeutsamen Basiskonzepte sind Struktur und Funktion, System, Entwicklung und Energie. Die Unterrichtsinhalte werden in diese Basiskonzepte eingebettet um einen systematischen Rahmen zu geben.

Der 2-stündige Fachunterricht wird in Klasse 7 fortgeführt, setzt dann zu Gunsten der anderen Naturwissenschaften in Klasse 8 aus. Im Mittelpunkt des Unterrichts der Stufe 9 steht der Mensch.

Der Unterricht fördert den Aufbau von Kompetenzen, die die Schülerinnen und Schüler dazu befähigen sollen naturwissenschaftliche Fragestellungen auch über den Unterricht hinaus beantworten zu können und damit eine naturwissenschaftliche Grundbildung zu erlangen. Der Kernlehrplan unterscheidet konzeptbezogene und prozessbezogene Kompetenzen.

Sek. I

Sekundarstufe II

Jahrgangsstufe 10 – Einführungsphase

Physiologie: Struktur – Funktion – Wechselwirkung

  • Zelle, Gewebe, Organismus
  • Molekulare Grundlagen, Kompartimentierung, Transport
  • Biokatalyse
  • Betriebsstoffwechsel und Energieumsatz
  • Nutzung der Lichtenergie zum Stoffaufbau

Jahrgangsstufe 11 – Qualifikationsphase I

Genetische und entwicklungsbiologische Grundlagen von Lebensprozessen

  • Fortpflanzung und Keimesentwicklung
  • Molekulare Grundlagen der Vererbung
  • Aspekte der Cytogenetik
  • Angewandte Genetik

Ökologische Verflechtungen und nachhaltige Nutzung

  • Umweltfaktoren, ökologische Nische – Untersuchungen in einem Lebensraum
  • Wechselbeziehungen, Populationsdynamik
  • Verflechtungen in Lebensgemeinschaften
  • Nachhaltige Nutzung und Erhaltung von Ökosystemen

Jahrgangsstufe 12 – Qualifikationsphase II

Evolution der Vielfalt des Lebens in Struktur und Verhalten

  • Grundlagen evolutiver Veränderung
  • Verhalten, Fitness und Anpassung
  • Art und Artbildung
  • Evolutionshinweise und Evolutionstheorie
  • Evolution der Primaten

Steuerungs und Regulationsmechanismen im Organismus

  • Neuronale Informationsverarbeitung, Sinne und Wahrnehmung:
  • Bewegung (molekularer Mechanismus, Energetik und Koordination
  • Hormone (Struktur und Wirkungsweise)

Die genaueren Schwerpunktsetzungen werden durch die Vorgaben im Rahmen des Zentralabiturs geregelt.

Schul-Biotop – mehr als ein “Garten”

Unsere Schule verfügt über ein weitläufiges Schulbiotop, welches in den letzten Jahren mit großem Engagement neu strukturiert und erweitert wurde. Dabei handelt es sich nicht um einen kleinen “Randstreifen” abseits des Schulgeländes. Unser Schulbiotop verfügt unter anderem über:

  • Einen Teich mit einer Größe von etwa 250 qm und einem Fassungsvermögen von ca. 60 000 Litern Wasser!
  • Eine Trockenmauer, um wärmeliebenden Tieren und Pflanzen wie beispielsweise Eidechsen, Spinnen, Mauerpfeffer und verschiedenen anderen Sedumarten einen Lebensraum zu bieten.
  • Eine Terrasse mit einer Fläche von etwa 70qm. Sie bietet die Möglichkeit z.B. den Biologieunterricht vor Ort zu gestalten.
  • Ein Gerätehaus
  • Zahlreiche naturbelassene große Freiflächen (Ruderalfläche)
  • Einen Sinnespfad (in Arbeit)
  • Verschiedene Gemüsebeete, sowie die Schaffung naturnaher Freiräume auf den zahlreichen großen Freiflächen
  • Einen Brotbackofen

Die Arbeiten sind noch lange nicht abgeschlossen; die Mithilfe im Rahmen der Schulgarten AG ist gerne willkommen. Zur Zeit arbeiten zahlreiche Schüler aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen in der Schulgarten AG zusammen. Zudem bietet das direkt auf dem Schulgelände befindliche Schulbiotop die Möglichkeit, Unterrichtsgänge im Rahmen des Biologieunterrichts geplant oder auch spontan, wenn es die Unterrichtssituation erfordert, durchzuführen. Vom Klassenraum bis ins Biotop braucht man genau 3 Minuten! In der Oberstufe werden ökologische Langzeitbeobachtungen im Schulbiotop durchgeführt, die zu umfangreichem Datenmaterial führen, welches über die verschiedenen Jahre miteinander verglichen werden kann. Hier geht es insbesondere um Datenerfassungen bzgl. des Gewässers. Kurz gesagt, besser geht´s nicht!

Kooperation

Die Vielfalt der unsere Schule umgebenden Biotope ermöglichen einen bunten Blumenstrauß an Exkursionszielen. Die Vernetzung mit Schülerlaboren unserer Region ermöglicht es unseren Kolleginnen und Kollegen, ihren Kursen diverse Workshops an ausserschulischen Lernorten anzubieten. Darüber hinaus können wir unseren Schülerinnen und Schülern Praktika oder Facharbeitsplätze an den UNIs Bonn und Köln oder dem Fraunhofer-Institut vermitteln.

Schüler in Aktion

Außerschulische Lernorte haben bei uns eine hohe Bedeutung, da sie die Möglichkeit einer konkreten Auseinandersetzung bieten und von den Schülerinnen und Schüler als hoch motivierend erlebt werden. Im Laufe der Jahre ist ein breites Spektrum an Möglichkeiten gewachsen, welches immer weiter durch neue Ideen ergänzt wird. Dazu zählen: Zooschulen, botanische Gärten, Universitäre Forschungseinrichtungen, Schülerlabore, Workshops, Museen, spezielle Ökosyteme (Bach, Fluss, See, Wald) in der Region.