Dank Fake-News an der Macht – Theater-AG zeigt „Macbeth“

Donald Trump hält sich für ein „stabiles Genie“ und seine Frau unterstützt ihren „geliebten Ehemann“ bedingungslos und eisern lächelnd auf seinem Weg über politische Leichen. Was das mit Macbeth zu tun hat? Erschreckend viel! Wäre Shakespeares Stück nicht rund 400 Jahre alt, man könnte meinen, er habe Trump im Blick gehabt, als er die Rücksichtslosigkeiten und den Irrsinn der Politik jenseits des Faktischen Theater werden ließ.

Drei Hexen prophezeihen Macbeth, er werde der nächste König. Seine Frau ist ein wenig – nun ja – überambitioniert ob der guten Prognosen und legt dem Gatten den Dolch zurecht, auf dass er den König ermorde, um sie wahr werden zu lassen. Macbeth sticht zu, kommt an die Macht – und verliert jedes Maß. Krankhaft misstrauisch lässt er alle ausschalten, von denen er glaubt, sie seien nicht auf seiner Seite oder könnten ihm gefährlich werden. Geht so Politik?

Die Theater-AG der Marienschule unter Leitung von Jürgen Bönsch bringt eine hochmoderne und grimmige Anderthalbstundenfassung des Stücks auf die Bühne, die doch oft genug bitter lustig ist. Dazu tragen sicher auch Trumps Twitter-Nachrichten bei, die in den Originaltext eingestreut sind. Allerdings liefern anders als im echten Leben die Hexen im Stück auch gleich den Schlüssel, wie der Spuk wieder enden kann.

Zum 150jährigen Jubiläum der Marienschule sollte es ein ganz besonderes Stück sein. Die 20 Schauspielerinnen und Schauspieler der Klassen 7 bis 12 machen daraus einen spannenden, aber auch sehr politischen Abend.

Aufführungen am 1. (Donnerstag) und 2. März um 19.00 Uhr sowie am 4. März (Sonntag) um 18.00 Uhr in der Aula der Marienschule Euskirchen. Karten (6/4 €) gibt es im Sekretariat der MSE und an der Abendkasse.

Macbeth

Autor: Nicole Schuldt

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