Italienaustausch 2026

Italienaustausch 2026

Der Anreisetag

Im März haben wir, Albina und Patrisha aus der EF, uns aufgemacht, um einen Monat in Italien, in Turin, bei Gastfamilien zu leben und einen kulturellen Austausch zu machen. Die beiden italienischen Mädchen, Chiara und Alice, waren bereits im November 2025 in unseren Familien in Deutschland zu Besuch und haben vier Wochen lang am Unterricht in der Marienschule teilgenommen.

Am Mittwoch, den 04. März 2026 flogen wir vom Frankfurter Flughafen aus nach Turin. Wir wurden von unseren Eltern zum Flughafen gebracht und waren dann auf uns allein gestellt. Leider hatte Patrisha fünf Kilogramm Übergewicht, weshalb wir am Flughafen noch ein paar Dinge umpacken mussten. Um 12:25 Uhr flogen wir dann los. In Italien haben uns die Gastfamilien mit offenen Armen und ganz viel Freude begrüßt. Am Flughafen haben sich dann unsere Wege getrennt und wir sind mit unseren Familien zu unserem Zuhause für den Monat gefahren. Bei Chiara und Alice zuhause angekommen, haben wir etwas Zeit zum Auspacken und Frischmachen bekommen. Wir beide haben uns Zeit genommen, unsere Gastfamilien kennenzulernen und ein paar Gastgeschenke zu verteilen. Am Abend sind unsere beiden Familien dann zusammen chinesisch Essen gegangen und der Tag war dann schon vorbei.

Der Aufenthalt

In den vier Wochen während unseres Austausches haben wir in Italien genauso gelebt wie unsere Austauschpartner. Wir sind zur Sekundarschule Santorre Di Santarosa in den Zweig „Sprachgymnasium“ gegangen, haben an Ausflügen teilgenommen und vieles in Turin gesehen. Wir haben einige Sehenswürdigkeiten gesehen und besucht.

Albina und Chiara waren im Lavazza Museum, da der Kaffee ursprünglich aus der Familie kommt und über viele Jahre dann überall auf der Welt bekannt wurde. Zu viert waren wir auch im Turm “Mole Antonelliana” und drinnen ist heutzutage das National Museum für Kino, wir waren echt begeistert, wie weit man von der Spitze des Mole Antonelliana schauen konnte. Patrisha und Alice haben an einigen Nachmittagen den Kirschblütenpark besucht, welcher zu dieser Zeit besonders blühte. Wir sind morgens immer zusammen mit dem Bus zur Schule gefahren; das Bussystem in Italien fährt sehr unzuverlässig und es gibt keine richtigen Fahrpläne.

Uns ist besonders aufgefallen, wie anders der italienische Unterricht ist. Die Schulen bieten andere Fächer an als in Deutschland und haben nur theoretischen Unterricht. Wir EF-Schülerinnen waren uns schnell einig, dass wir sehr froh sind, in Deutschland abwechslungsreichen Unterricht zu haben und nicht nur dem Lehrer zuhören zu müssen, um Notizen zu machen. Auch die Förderung der Sprachen ist in Italien ganz anders verteilt, was vor allem dadurch klar wurde, dass viele der Freunde von Chiara und Alice sich nicht mit uns unterhalten konnten, da das Englisch nicht gereicht hat, um vollständige Gespräche zu führen.
In unserer zweiten Woche in Italien durften wir eine belgische Klasse bei ihren Ausflügen begleiten. Wir waren im Planetarium, im Ägyptischen Museum und haben eine Stadt-Rallye zusammen gemacht. Die Möglichkeit, die belgischen Schüler zu begleiten, war auch sehr spannend, da man sich auch mit ihnen unterhalten hat und gemerkt hat, welche Unterschiede es auch dort gibt. Dank der sehr tollen Organisation der Lehrerin Frau Bava hatten wir die Möglichkeit, auch in anderen Klassen den Unterricht zu verfolgen, und haben daher auch einige neue Menschen kennengelernt und auch ein paar sehr gute Lehrer.
Am dritten Wochenende sind Albina und Chiara für ein paar Tage zusammen nach Loano ans Meer gefahren. Das Wetter hat es nicht möglich gemacht, schwimmen zu gehen, aber es war trotzdem sehr, sehr schön, am Ligurischen Meer entlangzulaufen. Am gleichen Wochenende waren Patrisha und Alice zusammen mit Alices Freunden in einer Spielehalle und haben Patrisha das beste lokale Sushi gezeigt.

In der letzten Woche war das Ende dieser Zeit schon sehr greifbar, daher sind wir vier nochmal zusammen in Turin Picknicken gegangen und haben jeweils nochmal etwas mit allen neu kennengelernten Menschen unternommen. Und dann hieß es leider schon Abschied nehmen von neuen Freunden und Orten.
Heimreise

Die Abreise

Am Mittwoch, dem 01. April 2026 war es schon Zeit für uns, wieder zurück nach Hause zu unseren Familien zu fliegen. Wir haben an dem Morgen unsere Koffer zu Ende gepackt, in Ruhe gefrühstückt und um 12 Uhr haben wir uns dann traurigerweise von den Gastfamilien verabschieden müssen. Zum Glück hatten wir kein Übergepäck und auch der Security Check verlief ohne Komplikationen, weshalb wir dann noch eine Stunde am Gate auf das Boarding gewartet haben. Insgesamt verlief die Heimreise sehr gut und am späten Nachmittag waren wir schon wieder in unserem eigenen Zuhause.

Wir Marienschülerinnen pflegen weiterhin den Kontakt zu unseren Austauschpartnerinnen und sind der Meinung, dass es eine sehr tolle Erfahrung war. Daher planen wir, auch im nächsten Sommer wieder nach Italien zu fahren und unsere Gastfamilien zu besuchen.

(Albina und Patrisha)