„Ist das Gewalt ?—Kann/darf man das beurteilen?“

„Ist das Gewalt ?—Kann/darf man das beurteilen?“

In diesem Jahr haben die Klassen der Jahrgangsstufe 7 wieder erfolgreich am Projekt ,,Wellenbrecher: Stärkung der Persönlichkeit” teilgenommen.
Wann kommt nur das Signal? Oh Gott, ich erschrecke mich jedes Mal aufs Neue. Schnell weitergeben. Und da höre ich auch schon den Buzzer. Oh Mist, das kann nicht unser Buzzer gewesen sein, denn dafür kam das Signal zu spät bei mir an. Das andere Team hat also schon wieder einen Punkt geholt. Damit hat das andere Team gewonnen. ,,Ok. Fertig. Was hat gut geklappt? Was kann man noch verbessern?”, fragten Felix und Anne vom Wellenbrecherteam, nachdem klar war, wer gewonnen hat. Das war ein Spiel zur Stärkung des Klassenzusammenhalts.

Dieses und noch viele weitere Spiele wurden an diesem Tag mit der Klasse 7d im Rahmen des Projekts ,,Wellenbrecher — ein Projekt zur Stärkung der Persönlichkeit” gespielt. Zunächst gab es eine kleine Vorstellungsrunde, in der jeder seinen Namen, sein Alter und sein Lieblingsgericht nannte. Wir durften Anne und Felix alles fragen, was wir wollten. Danach beteiligten wir uns an einem klassenübergreifenden Wettbewerb: Alle Klassen der Jahrgangsstufe 7 schrieben Namensschilder für alle in ihrer Klasse — auf Zeit. Anne und Felix berechneten dann den Durchschnitt und bestimmten den Gewinner.

Anschließend spielten wir verschiedene Spiele zum Thema ,,Gewalt”. Dabei stellten alle fest, dass man nie sagen kann, ob etwas Gewalt war, wenn man nicht beteiligt war. Das kann nur sagen, wer (potenzielle) Gewalt erfahren hat. Das gleiche gilt für hypothetische Situationen. Es gibt kein richtig oder falsch, denn man weiß nie, was die andere Person, die anderer Meinung ist, erlebt hat. Vielleicht ist ihr schon einmal etwas Ähnliches passiert.

Außerdem tauschten wir uns intensiv über das Thema aus ,,Woher kommt unsere Meinung? Wie sind wir zu dem jetzigen Menschen geworden? Was macht uns eigentlich aus?”. Wir deckten unter anderem wichtige Faktoren wie Familie, Freunde und Erlebnisse auf.
Das absolute Highlight des Tages war das Rollenspiel. Wir wurden in Gruppen eingeteilt und sollten dann eine Alltagskonfliktsituation in der Schule darstellen. Allerdings nur bis zu einem bestimmten Punkt— kurz bevor es eskaliert, sodass wir uns das Ende selber ausdenken konnten. Einige gingen sehr in ihrer Rolle auf und es hat wirklich Spaß gemacht. Außerdem haben wir uns in der Probenphase gegenseitig zugehört und darüber diskutiert, welche Idee die beste bzw. überzeugenste ist. Anschließend sammelten wir Überschriften für das jeweilige Konfliktthema.
Danach spielten wir ein Ballspiel, bei dem wir versuchen mussten, unser eigener Schiedsrichter zu sein. Das war gar nicht so einfach, weil man ja möglichst immer gewinnen will. Wenn man eigentlich ausgeschieden war, das aber niemand mitbekommen hatte, war es manchmal ziemlich schwer, auf den eigenen Schiedsrichter zu hören. Ich glaube aber, dass sich jeder sehr angestrengt hat, fair zu sein. Danach spielten wir ein Reaktionsschnelligkeitsspiel mit Hütchen. Sehr viel Spaß hatten wir auch beim abschließenden Spiel, bei dem wir einen Ball auf Zeit weitergeben mussten. Anne stoppte mit ihrer Armbanduhr die Zeit. Wir schätzten dann, wie lange wir gebraucht haben. Wir waren von Beginn an relativ schnell, aber dann war der Ehrgeiz geweckt und wir spielten es noch zweimal. Wir wurden jedes Mal schneller und Anne und Felix waren beeindruckt. Abschließend kann man sagen, dass ,,Wellenbrecher” wieder ein großer Erfolg war und hoffentlich noch lange weitergeführt wird.
von Clara, Klasse 7d