Rundbrief vom 15. Juni 2026

Rundbrief vom 15. Juni 2026

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen,

die kurzen Wochen mit dem ein oder anderen Feiertag und weiteren Unterrichts-freien Tagen sind vorbei und nun kommen noch einmal einige intensive Zeiten, in denen es für manche um viel geht.

Jede Schülerin und jeder Schüler möge sich noch einmal richtig anstrengen in den letzten anstehenden Tests, Klausuren, Klassenarbeiten und bei der ein oder anderen Abgabe und den Vorträgen, die noch verteilt werden – passend zum WM-Start sei motiviert mit einer Fußballweisheit einer Ikone des deutschen Sports: „Das Runde muss ins Eckige“ (Bundestrainer Sepp Herberger).

Dabei zählt aber vor allem, dass man selbst das Gefühl hat, alles getan, gelernt und eingebracht zu haben.  Man kann nicht immer alles erreichen im Leben und muss auch mal Rückschläge in Kauf nehmen, das gehört einfach auch dazu und bildet den Menschen auch aus – aber man kann immer versuchen, zu kämpfen und alles zu geben, dann verliert man nie.

Und umgekehrt möchte ich mich nun auch mal freuen, wie viele tolle Leistungen hier im Hause erbracht werden und mit wie viel Fleiß und Leidenschaft, Selbstdisziplin und Eigenmotivation gelernt wird, da darf ich auch viele tolle Arbeiten unterschreiben und mich an Prüfungssituationen erfreuen.

Die zentralen Prüfungen in den Jahrgangsstufen 7, 10 und EF zum Beispiel wurden als wertige und würdige Herausforderungen von den Allermeisten sehr gut, konzentriert und mit positiver Aufregung, die dazu gehört, angenommen und durchgeführt. Gerade die ZP 10 wirkt da schon fast wie ein kleines Abitur, was ich auf der einen Seite schön finde, weil diese Momente besonders sind und Menschen wachsen lassen, auf der anderen Seite setzen sich manche da auch etwas zu viel unter Druck, was ich dann wieder schade finde. Aber da weitere zentrale Prüfungen in weiteren Stufen zu erwarten sind, wird sich das alles normalisieren, denke ich.

Danke an dieser Stelle auch mal an meine, nein, besser unsere Lehrerinnen und Lehrer, die mit viel Herzblut unsere Kinder und Jugendliche im Schulalltag unterrichten und darüber hinaus bei Konzerten, Ausflügen, Fahrten und Veranstaltungen begleiten.

Lehrkräfte fungieren als Reiseleitungen, Theaterregisseure, Bandbegleitungen, Sportler-TaxifahrerInnen, Krisenbegleiterinnen und Motivationsanimateure und, und, und – unser Beruf ist vielschichtig, herausfordernd und besonders, das möchte ich allen noch mal sagen, weil der ein oder andere dies vielleicht doch auch einfach erwartet oder es hingenommen wird; ich finde das nicht selbstverständlich, danke „meinen“ Lehrerinnen und Lehrern ausdrücklich und freue mich über jedes Lächeln und jedes nette Wort, das in unserer Schulgemeinschaft auch an sie fällt, wenn mal wieder etwas organisiert und umgesetzt wird.

Höhepunkte gibt es gerade zuhauf, mehrere Q1-Literatur, Sport- und Musikkurse gestalteten bereits phantastische Abendveranstaltungen, am Wochenende sang ein großer MSE-Projektchor, mit Ehemaligen, Schülern, Eltern und Lehrern vor den berühmten MAYBEBOP auf unserer Bühne und nächste Woche geht es weiter mit dem Stück „Die Nashörner“, ein Theaterstück von Eugène Ionesco, aufgeführt erneut von einem Literaturkurs aus der Q1 – hereinspaziert an einen Ort, an dem es gerade in diesen Wochen summt, brummt und rappelt, hier ist ständig was los.

Euch und Ihnen wünsche ich spannende Momente bei der WM, in der MSE oder sonst wo, aber auch mal einen ruhigen Moment, in dem man vielleicht auch mal wieder ein Buch lesen könnte, wie auch Lukas Podolski, der ewige Kölner und letzte FC-Weltmeister, mal indirekt riet: Auf die Frage, was man denn bei einem solch langen Flug nach Brasilien (für unsere Jüngeren – Ort des letzten deutschen Weltmeistertitels) von rund 12 Stunden machen könne, antwortete Poldi: „Man kann ein Buch lesen.“ Frage: „Lesen Sie ein Buch, Herr Podolski?“ Antwort: „Nein.“

Danke, Poldi.

Herzliche Grüße Michael Mombaur

P.S. Ohne einen Kölner wurde Deutschland noch NIE Weltmeister. Gruß an Herrn Nagelsmann und el Mala! Aber der Auftakt ist auch ohne FC gelungen…