NS-Nachfahren erzählen in der Marienschule Euskirchen ihre Geschichte

In der Aula der Marienschule Euskirchen berichteten Barbara Brix und Bernhard Esser – Nachfahren eines NS-Täters bzw. einer Widerstandsfamilie – eindrucksvoll über ihre Familiengeschichten während der NS-Zeit.
Vor rund 45 Schülerinnen und Schülern schilderten sie, wie sie mit der Vergangenheit ihrer Angehörigen umgehen und warum Erinnerungsarbeit heute wichtiger denn je ist. Die persönlichen Berichte berührten die Jugendlichen spürbar und führten zu einem intensiven Austausch.
Schulleiter Michael Mombaur betonte die Bedeutung solcher Begegnungen, um historisches Bewusstsein zu stärken und demokratischen Werten entgegen wachsendem Rechtspopulismus zu unterstützen.
Brix und Esser möchten ihre Vorträge „so lange wie möglich“ fortsetzen – als Beitrag gegen das Vergessen.
In der Lokalzeit Bonn des WDR sprach Schulleiter Michael Mombaur über die besondere Bedeutung der Begegnung mit Barbara Brix und Bernhard Esser. Er betonte, dass persönliche Familiengeschichten aus der NS‑Zeit Jugendliche auf eine Weise erreichen, die kein Lehrbuch leisten kann. Gerade in Zeiten, in denen rechtspopulistische Positionen an Einfluss gewinnen, sei lebendige Erinnerungskultur unverzichtbar.
Die Veranstaltung zeige, so Mombaur, wie wichtig es ist, historische Verantwortung spürbar zu machen und jungen Menschen Räume für Fragen, Empathie und Haltung zu eröffnen.













