Auf den Spuren der Weltreligionen – Exkursion des Kurses Praktische Philosophie KLEI nach Köln

Auf den Spuren der Weltreligionen – Exkursion des Kurses Praktische Philosophie KLEI nach Köln

Am 21. Mai 2026  machten sich alle Lerngruppen der Fächer Katholische Religion und Praktische Philosophie, Jahrgangsstufe 6, auf den Weg nach Köln, um ihre im Unterricht erworbenen Kenntnisse zum Christentum, Islam und Judentum zu vertiefen.

Unser Kurs war vormittags in der Jawne, einem Lern- und Gedenkort in Köln, wo sich bis 1942 eine Synagoge, ein Lehrerseminar, eine Volksschule sowie das damals erste und einzige jüdische Gymnasium im Rheinland befanden. Hier nahmen die jungen Marienschülerinnen und -schüler an einem Bildungsprogramm mit den Schwerpunkten „Alltag einer jüdischen Familie“ und „Feste im Judentum teil“. Nach einem mittäglichen Picknick auf einem Spielplatz besuchten wir die Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld.

Im Folgenden berichtet Emilia vom Besuch des Gedenkorts Jawne und Mathilda von der Führung in der Moschee.

(M. Kleinebreil)

Der Besuch der ehemaligen jüdischen Schule war ein tolles Erlebnis und ich bin mir sicher, dass alle viel dabei lernen konnten.

Als erstes haben erzählten uns die Mitarbeiterinnen einiges darüber, wie die Jawne früher aussah, und sie zeigten uns ein Modell von den Gebäuden. Danach sahen wir uns einen kurzen Dokumentarfilm an, in dem ein jüdisches Mädchen ihrer Freundin ihren Alltag, wichtige religiöse Vorschriften und die Synagoge zeigt. Die Dokumentation war sehr interessant und informativ.

Danach wurden wir in Gruppen eingeteilt und bekamen pro Gruppe ein jüdisches Fest zugeordnet. Wir erhielten ein Arbeitsblatt zu unserem Fest, welches wir uns durchlesen sollten. Im Anschluss daran sollten wir fünf Bilder finden, auf denen etwas abgebildet war, das etwas mit dem Fest zu tun hatte, z. B. eine Speise. Das hat Spaß gemacht und war so ähnlich wie eine kleine Rallye. Nachdem alle ihre fünf Bilder gefunden hatten, stellten wir den anderen Gruppen mithilfe der Bilder unser jüdisches Fest vor. Danach gab es eine Fragerunde und zum Schluss bekamen wir ein Stück von einer jüdischen Speise, die so ähnlich wie Knäckebrot schmeckte.

Ich denke, der Besuch der Jawne hat allen Spaß gemacht und jeder konnte etwas von den Informationen mitnehmen.

(Emilia V.)

Zuerst betrachteten wir die Zentralmoschee, ein riesiges, imposantes Gebäude, von außen. Die Mädchen sollten ihre Haare mit Tüchern oder Schals verhüllen, die Jungen nicht. Dann kam unsere Moschee-Führerin. Zunächst erklärte sie uns die einzelnen Gebäude, die um die Moschee herum gruppiert sind. Es gibt eine Bibliothek, in die man hineingehen und Bücher lesen kann. Allerdings ist es nicht erlaubt, die Bücher mit nach Hause zunehmen. Als nächstes gingen wir zu dem Brunnen, der sich vor der Bibliothek befindet. Wenn man in den Brunnen hineinschaut, kann man darunter eine Passage mit Restaurants und Geschäften sehen, denn der Boden des Brunnens besteht aus Glas. In einem kastenförmigen Gebäude gegenüber der Moschee befinden sich Büroräume. Zuletzt zeigte uns unsere Moschee-Führerin die zwei Minarette, die anders als gewöhnlich offen gebaut sind.

Anschließend gingen wir in die Moschee hinein, mussten uns aber vor dem Betreten des Teppichs die Schuhe ausziehen. Dann erklärte uns unser Guide die Moschee und wir ließen das helle Gebäude, die mit Kalligrafien geschmückten Wände und den großen blauen Teppich auf uns wirken. Am Ende durften wir noch etwa fünf Minuten Fangen in der Moschee spielen.

Ich glaube, uns hat es allen Spaß gemacht.

(Mathilda K.)