Parisfahrt EF & Q1

Das erste Mal seit einigen Jahren fand endlich wieder eine Fahrt der Französisch-Oberstufenkurse nach Paris statt. Im November war es soweit und die Kurse von Frau Dambach (EF) und Herrn Heuser (Q1) starteten in die französische Hauptstadt. In drei Tagen erhielten wir viele Einblicke in die französische Sprache und Kultur und erfreuten uns an all den beeindruckenden Sehenswürdigkeiten von Paris.
Am Donnerstag, dem 13.11.2025, ging es in den frühen Morgenstunden los. Die Koffer waren gepackt und sicher im Bus verstaut. Obwohl die Fahrt sich bis in den Nachmittag erstreckte, fanden wir alle verschiedenste Möglichkeiten uns zu beschäftigen. So spielten einige Spiele, hörten Musik oder unterhielten sich mit Freunden.
Nach mehreren Stunden und einigen kurzen Pausen erreichten wir Paris, mussten jedoch noch zu Fuß einen (furchtbar anstrengenden) Weg bis zur Jugendherberge zurücklegen.
Dort angekommen konnten wir nach einer Stunde des Wartens endlich auf unsere Zimmer gehen und uns einrichten.
Da die Jugendherberge in der Nähe von Sacré-Coeur lag, war diese Kirche einfach zu Fuß zu erreichen. Auf dem Weg dorthin schauten wir uns die „Mur des Je t’aime“ an und hatten anschließend genug Zeit, um in kleinen Gruppen das Viertel Montmartre zu erkunden. Nach dem Sonnenuntergang trafen wir uns mit allen auf der Aussichtsplattform vor Sacré-Coeur und von dort aus begaben wir uns zusammen in Richtung Moulin Rouge, wo wir ebenfalls eine Stunde Freizeit bekamen, um etwas zu essen.
Später fuhren wir dann zum ersten Mal mit der Métro, woraufhin uns das große Highlight des Tages erwartete: Der Eiffelturm, welcher in den Farben der französischen Flagge erstrahlte. Dies geschah zum Gedenken an die Opfer der Anschläge von Paris im Jahr 2015.
Zu unserem Erstaunen fing dieser gerade in dem Augenblick an zu glitzern, als wir uns vor diesem versammelt hatten. Während unseres Aufenthalts dort wurden viele Fotos und Videos gemacht und später untereinander geteilt.
Um unseren Tag zu beenden, hatten wir die Optionen noch eine Weile etwas innerhalb des Viertels der Jugendherberge zu unternehmen.
Der nächste Tag begann um 8.45 Uhr mit einem gemeinsamen französischen Frühstück in der Jugendherberge und um 10 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Métrostation an den Galéries Lafayette. Von dort aus fuhren wir zu dem Einkaufszentrum Les Halles, wo wir erneut selbstständig die Gegend erkunden durften. An diesem Tag wurde sehr viel Geld in jeglichen Bekleidungsgeschäften oder Restaurants ausgegeben.
Das nächste Ziel war Notre-Dame, eines der mit Abstand erstaunlichsten Gebäude in Paris. Doch bevor wir diese erreichten, kamen wir am Hôtel de Ville, dem Rathaus von Paris, vorbei. Besonders die überaus talentierten Jazzmusikanten, welche auf einer Brücke der Seine spielten, faszinierten uns sehr.
Obwohl wir Notre-Dame nur einen eher kurzen Besuch abstatten konnten, war ihr Anblick für viele von uns eine einmalige und unvergessliche Erfahrung.
Nach unserem Besuch von Notre-Dame sind wir dann alle zusammen zum Louvre gegangen. Obwohl wir das Museum an diesem Tag nur von außen gesehen haben, waren wir alle schon ziemlich beeindruckt, doch die meisten von uns konnten es sich auch nicht verkneifen, ständig Witze über den Raub zu machen, der kurz zuvor die Medien geschockt hatte.
Daraufhin blieb uns dann ein wenig Zeit, um selbstständig zum Triumphbogen durch den parc des Tuileries und entlang der Champs-Élysées zu laufen. An diesem Punkt waren viele Schülerinnen und Schüler allerdings schon so erschöpft, dass sich einige dazu entschieden, mit der Métro zu fahren. Andere nahmen die lange Reise zu Fuß auf sich und genossen den Weg und die Eindrücke. So staunten wir nicht schlecht, als wir einen riesigen Obelisken am Place de la Concorde und einen sehr altertümlichen Brunnen erblickten.
Etwas später fuhren wir dann mit allen Gruppen zusammen zum Eiffelturm. Unsere Begeisterung erreichte ihren Höhepunkt, als die Métro über die Seine fuhr und wir dann den Eiffelturm erkennen konnten. Schnell zückten alle ihre Handys („Schnell, das müssen wir filmen!“), um diesen Moment festzuhalten.
Am Eiffelturm angekommen, standen alle vor einer schwierigen Entscheidung: Laufen wir die circa 300 Treppenstufen nach oben oder nehmen wir den Aufzug? Diese Entscheidung wurde uns dann jedoch abgenommen, als wir sahen, dass die Wartezeit für den Aufzug über eine Stunde beträgt!
Mittlerweile war die Sonne schon fast untergegangen, aber es war immer noch warm und perfekt, um die Stadt von oben zu betrachten.
Die, für einige eher unberuhigende Aussicht von dem Treppenhaus aus, war es aber schlussendlich doch wert. Schon von der ersten Etage des Eiffelturms aus hatten wir eine atemberaubende Aussicht. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann aber auch für unsere Gruppe weiter auf die zweite Etage. Auf unserem Weg nach oben fiel uns dann etwas auf: Die Lichter des Turms fingen genau in diesem Moment an zu glitzern! Auf der zweiten Etage angekommen, konnten wir das Spektakel dann aus einer ganz anderen Perspektive erblicken als zuvor. All die Fotos, die wir von dort oben aus gemacht haben, konnten nur teilweise festhalten, wie schön die Atmosphäre dort war.
Schließlich mussten wir uns aber auch wieder alle am Fuße des Turms treffen. Dabei fühlte sich der Abstieg allerdings wesentlich einfacher an, als der Aufstieg. Nachdem alle angekommen waren, erlaubten uns Frau Dambach und Herr Heuser, dass wir in unseren Gruppen frei durch die Stadt laufen dürfen, solange wir erreichbar bleiben. Wir nutzten diese Gelegenheit, um uns den strahlenden Eiffelturm von der Pont d´lena (der Brücke gegenüber des Turms) aus im Dunkeln anzuschauen. Danach entschieden wir uns dazu, noch zusammen etwas essen zu gehen. Am Ende des Tages hatten wir uns auf unseren Zimmern auch dementsprechend viel zu erzählen.
Bevor es am letzten Tag wieder mit dem Bus nach Hause ging, hatten wir noch ein letztes Ziel in Paris: den Louvre.
Auch wenn wir wussten, dass wir es nicht schaffen würden alle Ausstellungsstücke der beachtlichen Sammlung in ein paar Stunden zu sehen, wollten wir uns dennoch die Gelegenheit nicht nehmen lassen, das berühmte Kunstmuseum zu besuchen. Doch in den Louvre zu gehen, war nicht die einzige Option für einen Ausflug an diesem Tag. Im Vorhinein gab es eine Abstimmung, ob wir Schülerinnen und Schüler lieber den Louvre besuchen oder eine Radtour durch die Stadt machen wollen. Während wir also mit unserer Gruppe aus fast 40 Schülerinnen und Schülern, begleitet von Frau Dambach, durch die Räumlichkeiten des riesigen Museums schlenderten, wollte eine etwas kleinere Gruppe gemeinsam mit Herrn Heuser auf Rädern die Stadt mit noch ungesehenen Sehenswürdigkeiten erkunden.
Allerdings erhielt die Gruppe aus acht Personen nur fünf Fahrräder, wodurch sie aber schnell auf die Idee kamen, ein Wettrennen zu veranstalten: Radfahrer gegen Métrofahrer. Dafür begaben sich die Schülerinnen und Schüler, die kein Fahrrad erhielten in die Métro und das Ziel war es, als erstes bestimmte Sehenswürdigkeiten zu erreichen.
So sahen die Métro- und Radfahrer an diesem Tag noch viele Bekannte Orte in Paris, wie die Bastille, den Jardin des Plantes oder die Rotonde de Stalingrad. Obwohl sich die Radfahrer gut schlugen, gewannen schließlich die Métrofahrer mit einem Punktestand von 3:2.
Gleichzeitig bekamen die restlichen Schülerinnen und Schüler, welche dieses Wettrennen in der für die Parisfahrt erstellten WhatsApp-Gruppe verfolgen konnten, im Louvre eine Menge Statuen und viele verschiedene Gemälde zu sehen. Darunter natürlich auch die weltberühmte Mona Lisa von Leonardo Da Vinci (welche zu unserer Überraschung gar nicht mal so groß ist).
Doch auch dieser interessante Aufenthalt hatte sein Ende und auch wenn die gesamte Parisfahrt für alle Anwesenden ein tolles Erlebnis war und wir die Gelegenheit hatten, viel von der Stadt zu sehen, waren die meisten von uns am Ende der Kursfahrt sehr müde und freuten sich auch auf ihr zu Hause.
Also fuhren wir zurück in Richtung der Jugendherberge und hatten noch etwas Zeit, um Proviant für die Fahrt zu kaufen und alles zu packen, was noch nicht gepackt war, bis es dann um 14 Uhr von der Jugendherberge aus zu einer Stelle ging, wo uns der Bus abholen konnte. Leider kamen aber ein paar Schülerinnen und Schüler zu spät und wir mussten zusätzlich noch eine Weile im Regen auf den Bus warten, aber als er schließlich da war, hatten wir eine problemlose und ruhige Fahrt nach Hause.
Insgesamt war die Fahrt eine wirklich schönes und unvergessliches Erlebnis und wir hoffen, dass weitere Französischkurse in der Zukunft auch eine Chance auf eine solche Erfahrung haben werden.
Von Carla und Amira (EF)
