Eine Welt voller Worte: Neu zugewanderte SchülerInnen entdecken die Bibliothek

Euskirchen, 28. Januar 2026 – Während draußen der Winter die Stadt in kühles Grau taucht, leuchten in der örtlichen Bibliothek die Farben hunderter Buchrücken um die Wette. Für eine Gruppe neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler war dieser Mittwoch kein gewöhnlicher Schulnachmittag. Im Rahmen ihrer sprachlichen Bildung verließen sie das Klassenzimmer, um einen Ort zu erkunden, der weit mehr ist als ein reines Bücherlager: einen Raum für Integration und Teilhabe.
Mehr als nur Vokabeln
Für viele der Jugendlichen, die erst seit Kurzem in Deutschland leben, ist die Bibliothek eine neue Welt. Der Besuch diente nicht nur dem Spracherwerb, sondern vor allem der Orientierung im neuen Alltag. Das pädagogische Ziel ist klar: Die Bibliothek als niedrigschwelligen Bildungsort begreifbar zu machen, an dem man kostenfrei lernen, recherchieren und verweilen kann.
Orientierung zwischen den Regalen
Begleitet von ihrer Lehrkraft und Bibliotheksmitarbeitern Frau Sterr lernten die SchülerInnen, wie das Ausleihsystem funktioniert. Neben klassischen Sprachlernmaterialien entdeckten die SchülerInnen auch die digitalen Angebote, die für die Medienerziehung von zentraler Bedeutung sind.
Ein Meilenstein der Integration
Solche Exkursionen helfen dabei, Berührungsängste abzubauen und die Bibliothek als „dritten Ort“ – neben dem Zuhause und der Schule – zu etablieren.
Agnes Namislo
