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Zusätzliche Schulbuslinie

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Zusätzliche Schulbuslinie

Von Cedric Arndt

Euskirchen. Wenn der Lehrer den Raum betritt und seine Schüler zur ersten Unterrichtsstunde begrüßt, beginnt für Schülerinnen und Schüler auf der ganzen Welt der tägliche Schulstress. Doch schon der Weg zur Lehranstalt hält einige Hindernisse bereit. Vom Wettlauf auf die letzten noch freien Sitzplätze im Bus, über die Umstiege am Euskirchener Bahnhof, bis hin zu einem anschließenden Fußmarsch, der gerade zur Winterzeit ohne Tageslicht zurückgelegt werden muss. Besonders, wer sich an die üblichen Linienbusse hält, stößt auf diese Probleme. Seit etwa einem Jahr soll jedoch eine zusätzlich eingerichtete Schulbuslinie Besserung bringen. Ohne das Fahrzeug wechseln zu müssen, werden die Schüler täglich ab 7.11 Uhr (1. Haltestelle: Kreuzberger Str. in Stotzheim) an den Ortsteilen Stotzheim und Roitzheim sowie der Kreisstadt selbst abgeholt und direkt bis vor die Türen der Marienschule und der Kaplan Kellermann Realschule chauffiert. “Weil nur Schüler mit diesem Bus fahren, haben wir viel mehr Platz”, freute sich die 13-jährige Realschülerin Nadine. Ohne Umstiege käme man zudem auch noch deutlich schneller ans Ziel fügte Freundin Florentina zu.

Obwohl die Buslinie bereits seit einem Jahr im Einsatz ist und die Vorteile Schülern und Verantwortlichen klar bewusst seien, käme ihr aus Sicht des Schulleiters der Marienschule, Michael Mombaur, bislang viel zu wenig Aufmerksamkeit zuteil. “Der Schulweg ist für die Schüler viel entspannter und dennoch kennen viele diese Möglichkeit gar nicht.” Daher sei es ihm und auch Sigrid Nather, der Leiterin der Kaplan Kellermann Realschule, ein großes Anliegen, das Angebot mehr in den Fokus der Eltern zu rücken. Zum Wohle der Kinder solle das Schulsystem immer weiter verbessert werden und dieser Ansatz beginne bereits bei der Anfahrt.

Träger der Schulbuslinie ist die Stadt Euskirchen, dessen erster Beigeordneter, Johannes Winckler, am Freitagmorgen ebenfalls an einer Probefahrt teilnahm, um sich selbst ein Bild zu verschaffen. “Es herrscht ein reger Austausch zwischen der Stadt und den Schulen und gemeinsam wollen wir solche Projekte zu einem Ziel bringen, von dem alle Beteiligten profitieren.” Denn bei einem Punkt waren sich Schulleiterin, Schulleiter und Beigeordneter einig: die Kinder der Stadt wolle man auch gerne für die Schulen der Stadt begeistern. “Es gibt zahlreiche Programme zwischen den Euskirchener Grundschulen und den weiterführenden Schulen”, so Mombaur. Diese kämen jedoch nur voll zum Tragen, wenn die Grundschüler sich letztlich dazu entscheiden, auch ihren weiteren Schulweg in der Kreisstadt zu gehen. “Mit Aktionen wie dieser Buslinie wollen wir den Kindern diese Entscheidung leichter machen und immer mehr Vorteile für Eltern und Kinder schaffen.”