Individuelle Förderung

 Vorbemerkung

Dieser Artikel soll einen Überblick über die Fördermaßnahmen an der Marienschule geben. So manche detailliertere Informationen über unsere Förderangebote findet man auch anderswo auf dieser Homepage, beispielsweise in den Beiträgen der Erprobungs-, Mittel- und Oberstufe, in den Artikeln über die einzelnen Fächer oder in der Übersicht über unsere AGs.

Individuelle Förderung umfasst neben den „klassischen“ Förderangeboten auch all jene Maßnahmen, die ein effektiveres Lernen ermöglichen, der Bildung im besten Sinne dienen und die sozialen Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler verbessern. Dennoch fordert der Begriff auch eine Eingrenzung: So werden beispielsweise die zahlreichen Austauschfahrten aus pragmatischen Gründen nicht mit einbezogen. Jedoch kann sich jeder selbst an anderer Stelle unserer Schulhomepage ein Bild von den zahlreichen Angeboten machen, die in diesem Artikel gar nicht aufgeführt werden konnten.

Der vorliegende Beitrag informiert über folgende Schwerpunkte:

  1. Die Förderung individueller Interessen und Fähigkeiten über das Fächerangebot
  2. Die Förderstunden in der Erprobungsstufe
  3. Das Förderband der Jahrgangsstufen 7 und 8
  4. Förderung durch individualisiertes, selbstständiges Lernen in der Lernzeit
  5. Angleichförderung und Förderung bei Lernschwierigkeiten
  6. Methodentraining und Soziales Lernen
  7. Wahlangebote im außerunterrichtlichen Bereich: AGs, Wettbewerbe, Projekte.

 

  1. Die Förderung individueller Interessen und Fähigkeiten über das Fächerangebot

a) Der bilinguale Zweig Deutsch – Englisch

Seit dem Schuljahr 2003/04 hat das Gymnasium Marienschule einen erfolgreichen bilingualen Zweig Deutsch – Englisch mit dem Ziel, Schülerinnen und Schüler mit Interesse und Motivation für das Sprachenlernen zu erhöhter Sprachkompetenz zu führen. In der Erprobungsstufe erhalten die Schüler, die sich für den bilingualen Zweig entschieden haben, einen um zwei Stunden erweiterten Englischunterricht. In der Mittelstufe kommen bilinguale Sachfächer hinzu und in der Oberstufe belegen die Schülerinnen und Schüler, die den bilingualen Zweig fortsetzen, einen Leistungskurs Englisch und ein bilinguales Sachfach, Erdkunde oder Geschichte, als Abiturfach.

b) Das musische Profil in der Erprobungsstufe

In der Musikklasse in der Erprobungsstufe lernen die Schülerinnen und Schüler von Beginn an, ein Instrument in einer Big Band zu spielen. Dabei üben sie sich gleichzeitig in Teamarbeit und sozialen Kompetenzen wie Rücksichtnahme und gegenseitigem Zuhören. Neben einer regulären Musikstunde findet einmal in der Woche eine zweistündige Big-Band-Probe im Klassenverband statt. Außerdem erhalten die Schüler Instrumentalunterricht in Kleingruppen. Nach dem Abschluss der Erprobungsstufe haben sie die Möglichkeit, beispielsweise in einer unserer Big Bands ihr musisches Talent weiter zu entfalten.

c) Das naturwissenschaftliche Profil in der Erprobungsstufe

Schülerinnen und Schüler der naturwissenschaftlichen Klassen in der Erprobungsstufe erhalten wöchentlich einen zusätzlichen zweistündigen naturwissenschaftlichen Unterricht, in dem sie in erster Linie handlungsorientiert lernen. Dieser Unterricht in den Jahrgangsstufen 5 und 6 orientiert sich an Naturphänomenen und nimmt Alltagserfahrungen der Schüler zum Ausgangspunkt, wodurch sich ihre besonderen Interessensschwerpunkte berücksichtigen lassen.

d) Der Differenzierungsbereich

Im Wahlpflichtbereich I wird an der Marienschule Französisch oder Latein als zweite Fremdsprache ab der Jahrgangsstufe 6 unterrichtet.

Im Wahlpflichtbereich II belegen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 und 9 ein weiteres Pflichtfach. Die Marienschule hat hier ein schulspezifisches Fächerangebot erarbeitet, das alle drei Aufgabenbereiche umfasst, die auch später in der Oberstufe Grundlage sind. Neben dem sprachlichen Bereich sind der mathematisch-naturwissenschaftliche und der gesellschaftswissenschaftliche Bereich abgedeckt, sodass jeder Schüler einen individuellen Schwerpunkt wählen kann. Im Schuljahr 2014/15 hatten die Schüler die Wahl zwischen Französisch, Latein, Spanisch, Informatik, Ernährungslehre und Europa.

e) Das breite Fächerangebot in der Sekundarstufe II

Durch ein ausgewogenes Verhältnis von obligatorischen Fächern und individuellen Schwerpunktsetzungen werden eine gute Allgemeinbildung und die allgemeine Studierfähigkeit sichergestellt. Einen Überblick über unser großes Angebot an Grund-, Leistungs- und Projektkursen sowie Vertiefungsfächern bieten die Informationen zur gymnasialen Oberstufe auf unserer Homepage.

 

  1. Die Förderstunden in der Erprobungsstufe

Eine leistungsdifferenzierte Förderung durch Üben und Vertiefen erfolgt in den Förderstunden Deutsch und Englisch (Jahrgangsstufe 5) und Mathematik (Jahrgangsstufe 6).

Im Fach Deutsch werden im Schuljahr 2014/15 Fördermaterialien zu Rechtschreibung und Grammatik sowie Lesen und Schreiben eingesetzt. Die Schüler beginnen mit Einstiegstests zu verschiedenen Schwerpunkten des Bereichs Rechtschreibung. Diese Tests führen zu einer selbstständigen Diagnose des Lernstands der einzelnen Schülerinnen und Schüler und einer passgenauen Selbsteistufung in jedem Teilgebiet. Drei verschiedene Kompetenzniveaus ermöglichen ein binnendifferenziertes Arbeiten.

Im Fach Englisch erfolgt eine binnendifferenzierte Förderung der Schülerinnen und Schüler der bilingualen Klassen im Klassenverbund. In den Regelklassen werden die leistungsstärkeren Schüler klassenübergreifend zusammengefasst, während in den dadurch verkleinerten Klassenverbänden der jeweilige Fachlehrer in der Förderstunde gezielt auf die individuellen Schwächen eingehen kann.

In beiden Halbjahren der Jahrgangsstufe 6 werden die Schülerinnen und Schüler im Kernfach Mathematik gefördert.

 

  1. Das Förderband der Jahrgangsstufen 7 und 8

Auch das anschließende Förderkonzept für die Jahrgangsstufen 7 und 8 gewährleistet eine individuelle Förderung: In kleinen Gruppen können Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf im Rahmen von wöchentlich zwei Förderstunden individuelle Lücken in den Kernfächern Deutsch, Englisch, Mathematik, Latein und Französisch schließen. Mit dem Ziel einer möglichst passgenauen Unterstützung arbeiten die Fach- und die Förderlehrer dabei eng zusammen. Parallel zu den Förderstunden finden Projektstunden mit einem breitgefächerten Angebot für leistungsstärkere Schüler statt, die hier in ihren besonderen fachlichen Interessen gefordert werden. Eine genaue Beschreibung dieses Förderkonzepts und eine Übersicht über die im zweiten Quartal des Schuljahrs 2014/15 angebotenen Projektkurse bietet der Artikel über das Förderangebot in der Mittelstufe.

 

  1. Förderung durch individualisiertes, selbstständiges Lernen in der Lernzeit

Die Lernzeit bieten den Schülerinnen und Schülern Raum und Unterstützung zum selbstständigen Arbeiten und Anfertigen von Hausaufgaben in der Schule. Die betreuenden Lehrerinnen und Lehrer sowie Oberstufenschülerinnen und -schüler achten darauf, dass die Kinder ihre Aufgaben in einer guten Arbeitsatmosphäre machen können.

 

  1. Angleichförderung und Förderung bei Lernschwierigkeiten

Hier sind mehrere Angebote zu nennen:

Seit dem Schuljahr 2012/13 bieten wir eine Sprachförderung Deutsch für Schülerinnen und Schüler der Erprobungsstufe an.

Schülern der Sekundarstufe I mit Lernschwierigkeiten in einzelnen Fächern können wir eine individuelle Förderung im Rahmen unseres Projekts „Schüler helfen Schülern“ anbieten: Von den Lehrern ausgesuchte Oberstufenschüler üben mit diesen Kindern nach Absprache mit den jeweiligen Fachlehrern und helfen so, die Schwächen zu beseitigen.

Realschüler, die die gymnasiale Oberstufe besuchen möchten, können Angleichkurse belegen. In der Einführungsphase der Oberstufe gibt es Für Schüler mit Leistungsdefiziten Vertiefungskurse in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik.

 

  1. Methodentraining und Soziales Lernen

Auch hier seien mehrere Bausteine genannt:

Neben dem Fachunterricht legen wir an der Marienschule Wert darauf, unsere Schülerinnen und Schüler in Sozialkompetenzen zu stärken. Daher fördern wir in der Unterrichtsstunde „Soziales Lernen“ (Jahrgangsstufe 5) das positive Sozialverhalten unserer Schüler, indem wir Sozialkompetenzen wie Teamfähigkeit, Konflikt- und Kommunikationsfähigkeiten festigen und trainieren.

Im Methodentraining „Lernen lernen“ (ebenfalls Jahrgangsstufe 5) werden Methoden des selbstständigen Lernens eingeübt und Prinzipien der Arbeits- und Lernorganisation besprochen.

Seit dem Schuljahr 2007/08 gibt es das IT-Projekt, in dem die Schüler den Internetführerschein bekommen und somit ihre Medienkompetenz ausbauen.

Mit Beginn der Jahrgangsstufe 6 tagt einmal wöchentlich der Klassenrat. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Zusammenkunft zur Besprechung von verschiedenen Themen und Lösung von Problemen. Zu den Zielen des Klassenrats gehört die Förderung der Sozial- und Kommunikationskompetenz sowie das Üben demokratischen Handelns.

Unsere Oberstufenschüler nehmen zu Beginn der Einführungsphase und im ersten Halbjahr der Q 1 an einem Methodentraining teil. Diese Blockveranstaltung dient zur Vorbereitung auf die Arbeitstechniken der gymnasialen Oberstufe sowie auf die Facharbeit in der Q 1.

 

  1. Wahlangebote im außerunterrichtlichen Bereich: AGs, Wettbewerbe, Projekte

An der Marienschule existiert ein bemerkenswert breit gefächertes AG-Angebot. Im musisch-literarisch-künstlerichen Bereich sei exemplarisch auf die Big Bands und Theater-AGs verwiesen. Im sprachlichen Bereich gibt es sowohl AGs für jüngere Schüler im Ganztag als auch AGs, die unsere Schülerinnen und Schüler auf den Erwerb von Sprachzertifikaten vorbereiten. AGs mit mathematisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkten, mehrere Sport-AGs und AGs mit sozialen Schwerpunkten, z. B. die Streitschlichter-AG und die Piéla-AG, runden das sehr große Angebot ab.

Daneben haben unsere Schüler die Möglichkeit, sich im Rahmen von Wettbewerben zu engagieren. Zur Veranschaulichung seien als ausgewählte Beispiele die Mathe-Wettbewerbe, das Projekt „Jugend debattiert“ mit der Teilnahme an Debattier-Wettbewerben, die Russisch-Olympiade oder der Euregio-Schulmarathon genannt.

Nicht wenige AGs und Projekte ermöglichen es den Teilnehmern, ihr Können im Rahmen von Aufführungen zu zeigen. Hier sollen z. B. die Darbietungen der Chöre oder das Literarische Dinner erwähnt werden.