Qualitätsbericht

Freude über ein hervorragendes Ergebnis

Im Rahmen der Qualitätsanalyse aller Schulen in NRW wurde die  Marienschule vom 08.06. -11.06.2010  von einem Team von Qualitätsprüfern besucht, die in großem Umfang den Unterricht fast aller Lehrkräfte beobachteten sowie auf der Basis von standardisierten Interviews mit Vertretern der Schüler, Eltern, Lehrer sowie den nichtlehrenden Mitarbeitern und der Schulleitung einen abschließenden Qualitätsbericht über die gesamte schulische Arbeit erstellten.

Ihre Bewertung fassten die Qualitätsprüfer in sechs Hauptkategorien zusammen:  Zuerwerb von Kompetenzen,  Unterrichtsqualität, Schulkultur, Schulmanagement, Professionalität der Lehrerinnen und Lehrer, Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen,
denn in 24 von 25 bewerteten Kategorien schnitt die Marienschule mit der Bewertung  „vorbildlich“ oder „stark“ ab. Besonders erfreulich sind die acht Bestbewertungen (Bewertungsstufe 4) in den Kategorien „personale Kompetenzen“, „Zufriedenheit der Beteiligten“, „Schülerberatung und –betreuung“ sowie in vier Bereichen der „Schulkultur“. Die Bewertungsstufe 2 wurde nicht vergeben, die Bewertungsstufe 1 nur einmal (im Bereich der Unterstützung aktiver Lernprozesse).

Das Urteil der Qualitätsprüfer ist eine schöne Bestätigung der in den meisten Bereichen schon sehr guten Arbeit der Marienschule und spornt an, mit Elan die notwendige Fortentwicklung des wichtigen Qualitätsbausteins „aktive Lernprozesse“  voranzutreiben.

Die Marienschule stellt an dieser Stelle der interessierten Öffentlichkeit das Verfahren der Qualitätsanalyse, die zentralen Aussagen sowie die daraus abzuleitenden pädagogischen Konsequenzen vor. Der vollständige Qualitätsbericht steht über einen Link weiter unten zum Download im PDF-Format bereit.

Im Spiegel der Qualitätsanalyse

 1.    Das Verfahren der QA an unserer Schule

Knapp 3 Monate vor dem Schulbesuch der Qualitätsprüfer wurden die Marienschule, die zuständige Schulaufsicht und der Schulträger über die Teilnahme an der Qualitätsanalyse und die damit verbundenen Termine schriftlich informiert.

Da Qualitätssicherung und  -verbesserung an unserer Schule ein internes Ziel ist, hatte sich bereits vor dieser Ankündigung eine Arbeitsgruppe aus Lehrern, Eltern und Schülern unter externer Beratung und Begleitung von Herrn Gerhard Regenthal von der Corporate Identity Akademie Braunschweig mit der Formulierung von Qualitätsstandards in ganzheitlichen konzeptionellen Schulidentitätsprozessen auseinandergesetzt und Leitziele und -gedanken systematisch aufgearbeitet. (Vgl. Internetseite/Link)

Die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe zu Struktur, Organisation,  pädagogischen Leitzielen und Unterrichtsstandards wurden in einem Schulportfolio zusammengestellt, dem gesamten Kollegium zur Beratung vorgestellt und  anschließend der zuständigen Bezirksregierung in Köln übergeben. Die Qualitätsprüferinnen und Qualitätsprüfer erhielten auf Grundlage dieses Schulportfolios und der Analyse der Daten und Materialien ein erstes Bild von der Marienschule.

Am 5.5.2010 stellte sich der federführende Qualitätsprüfer Dr. Bartsch in der Schule persönlich vor und informierte nach einem Schulrundgang die Schulleitung, das Kollegium, die Eltern- und Schülervertretungen, das nichtlehrende Personal sowie den Schulträger ausführlich über den Ablauf und die Inhalte der Qualitätsanalyse.

Während des Schulbesuchs vom 08.06.-11.06.2010 fanden leitfadengestützte Interviews mit der Schulleitung und Vertreterinnen und Vertretern des Kollegiums, der Schüler- und Elternschaft sowie mit dem nicht unterrichtenden Personal statt.

Schwerpunkt der Qualitätsanalyse waren aber die Unterrichtsbesuche, weil (nur) sie einen konkreten Einblick in die praktische Umsetzung schulischer Unterrichtskonzepte geben. Auf der Basis standardisierter Unterrichtsbeobachtungsbögen fanden 64 Unterrichtsbegutachtungen statt. Dabei ging es nicht um die Bewertung des Unterrichts einzelner Lehrkräfte, sondern um die Bewertung der Qualität des Unterrichts der Schule als Ganzes. Am letzten Tag der Qualitätsanalyse erhielten die Schulleitung und das Kollegium eine datengestützte mündliche Rückmeldung zu den Ergebnissen, der dann zu Sommerferienbeginn die endgültige Fassung folgte.

2.    Das Ergebnis im Überblick

QB 1 Ergebnisse der Schule Stufe 4 Stufe 3 Stufe 2 Stufe 1 nicht bewertet
1.1 Abschlüsse         X
1.2 Fachkompetenzen         X
1.3 Personale Kompetenzen X        
1.4 Schlüsselkompetenzen   X      
1.5 Zufriedenheit der Beteiligten X        
QB 2 Lernen und Lehren – Unterricht Stufe 4 Stufe 3 Stufe 2 Stufe 1 nicht bewertet
2.1 Schulinternes Curriculum   X      
2.2 Leistungskonzept – Leistungsanforderung und Leistungsbewertung   X      
2.3 Unterricht – fachliche und didaktische Gestaltung   X      
2.4 Unterricht – Unterstützung eines aktiven Lernprozesses       X  
2.5 Unterricht – Lernumgebung und Lernatmosphäre   X      
2.6 Individuelle Förderung und Unterstützung   X      
2.7 Schülerberatung / Schülerbetreuung X        
QB 3 Schulkultur Stufe 4 Stufe 3 Stufe 2 Stufe 1 nicht bewertet
3.1 Lebensraum Schule X        
3.2 Soziales Klima X        
3.3 Ausstattung und Gestaltung des Schulgebäudes und Schulgeländes   X      
3.4 Partizipation X        
3.5 Außerschulische Kooperation X        
QB 4 Führung und Schulmanagement Stufe 4 Stufe 3 Stufe 2 Stufe 1 nicht bewertet
4.1 Führungsverantwortung der Schulleitung X        
4.2 Unterrichtsorganisation   X      
4.3 Qualitätsentwicklung   X      
4.4 Ressourcenmanagement   X      
4.5 Arbeitsbedingungen         X
QB 5 Professionalität der Lehrkräfte Stufe 4 Stufe 3 Stufe 2 Stufe 1 nicht bewertet
5.1 Personaleinsatz   X      
5.2 Weiterentwicklung beruflicher Kompetenzen   X      
5.3 Kooperation der Lehrkräfte   X      
QB 6 Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung Stufe 4 Stufe 3 Stufe 2 Stufe 1 nicht bewertet
6.1 Schulprogramm   X      
6.2 Schulinterne Evaluation   X      
6.3 Umsetzungsplanung / Jahresarbeitsplan   X      

 

Bewertungsstufen
4 vorbildlich Die Schule erfüllt nahezu alle Kriterien dieses Qualitätsaspekts optimal oder gut.
3 eher stark als schwach Die Schule weist bei diesem Qualitätsaspekt mehr Stärken als Schwächen auf. Die Schule kann die Qualität einiger Kriterien noch weiter verbessern; die wichtigsten Kriterien werden erfüllt.
2 eher schwach als stark Die Schule weist bei diesem Qualitätsaspekt mehr Schwächen als Stärken auf; die wesentlichen Kriterien sind noch verbesserungsfähig.
1 erheblich entwicklungsbedürftig Bei allen Kriterien des Qualitätsaspektes sind Verbesserungen erforderlich.

3.    Die zentralen Aussagen des Qualitätsberichtes

Zu den herausragenden Stärken der Marienschule zählen:

  • die vorbildliche Förderung der Schülerinnen und Schüler zu Selbstständigkeit und Selbstvertrauen, zu Toleranz, Konfliktfähigkeit und Bereitschaft zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben,
  • das große Angebot an Arbeitsgemeinschaften und Projekten, sich in das Leben der Schule und seines Umfeldes einzubringen und in sozialer Verantwortung auch die Partnerschaft mit einer Schule in Pielà zu pflegen,
  • die intensive Sprachförderung,
  • das Bewusstsein für das Wesen einer Schule als „lernende Organisation“,
  • die differenzierten institutionalisierten Förderangebote bei eventuellen Leistungsschwächen,
  • die Zufriedenheit aller Teile der Schulgemeinde und die daraus erwachsende Identität und Einsatzbereitschaft für die Interessen der Marienschule,
  • die Beratung und Betreuung durch eine Vielzahl schulischer wie außerschulischer  Fachkräfte,
  • das wertschätzende, vorbildliche Sozialklima, mit einem allseitig  gewaltfreien, respektvollen Umgang, der sich klaren Regeln unterstellt.

4.    Der vollständige Qualitätsbericht

Den differenzierten und ausführlichen Gesamtbericht der Qualitätsprüfer bieten wir hier zum Download an.

5.    Schlussfolgerungen für die interne Qualitätsentwicklung

Dem Kollegium der Marienschule ist ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess  der Schule wichtig. Im Interesse unserer Schülerinnen und Schüler gilt es, die erreichte und nunmehr dokumentierte Qualität nicht nur zu halten, sondern in notwendigen Bereichen  zu verbessern.

Aus diesem Grund hatte die Lehrerkonferenz bereits am 23.03.2010 beschlossen, neben der Selbstevaluation bestehender Defizite auch die konkreten Verbesserungsvorschläge aus der Beobachtung der Qualitätsprüfer sowie der externen Begleitung durch Herrn Regenthal  in den kontinuierlichen Prozess der internen Qualitätsverbesserung einzubinden.

Mit der Bewertungsstufe 4 in acht Untersuchungsbereichen und der Stufe 3 in insgesamt 16 Untersuchungsbereichen ist die Marienschule sehr gut aufgestellt. Diese guten Gesamtbeurteilungen sind der Schule bei differenzierter Betrachtung der Einzelkriterien dennoch Grund genug, aufgezeigte Schwachstellen zu überprüfen und Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung zu erarbeiten.

Vornehmliches Anliegen waren seitdem Verbesserungen in folgenden Bereichen:

  • Unterrichtliche  Differenzierung
  • Vermittlung und Weiterentwicklung von Lernstrategien
  • Optimierung von kooperativen Lernformen
  • Zeitdifferenzierte und niveaudifferenzierte Aufgaben im Unterricht
  • Konzeption von eigenständigen Lernmethoden in einzelnen Fachgruppen

Auf dem Pädagogischen Tag Mitte Februar 2011 hat das Kollegium unter Moderation von Herrn Gerhard Regenthal die dazu notwendigen konkreten Schritte in Angriff genommmen.

Das Ergebnis spiegelt sich heute im Ganzatgskonzept insb. im Förderkonzept wider.