Frankreich-Austausch: Bei Freunden in Charleville-Mézières

Im Rahmen des Frankreich-Austauschs sind sieben Neuntklässler am 21.03.2019 nach Frankreich aufgebrochen, um eine ereignisreiche Woche mit ihren Austauschpartnern zu verbringen. Die anfängliche Zurückhaltung hat sich schnell gelegt und alle sind begeistert mit ihren neuen Freunden nach Euskirchen zurückgefahren, um dort eine weitere Woche gemeinsam zu verbringen.

Die folgenden Berichte vermitteln die Eindrücke der Schüler(innen), von denen jede(r) einen Beitrag über einen Tag verfassen sollte:

Tag 1 – Donnerstag 21.03.2019
(Der Bericht von Simon Kratzke fehlt noch.)

Tag 2 - Freitag, 22.03.2019

Am zweiten Tag unseres Besuchs in Charleville-Mézières sind wir alle im Musikraum aufeinandergetroffen. Wir, die Besucher, haben uns von unseren Austauschschülern getrennt, sind einkaufen gegangen und haben Windbeutel gebacken. Diese sind so gut gelungen, dass wir alle aufgegessen haben.

Nach einem kurzen Besuch des französischen Unterrichts gab es auch schon Mittagessen in der Kantine. Bei dem anschließenden Besuch in der „Mairie“, wo wir den stellvertretenden Bürgermeister getroffen haben, gab es eine kleine Erfrischung und ein Freundschaftsgeschenk. Die restliche Zeit des Tages konnten wir mit unseren Austauschschülern genießen!

(Friederike Kelz)

Tag 3 – Samstag, 23.03.2019

Am Samstagmorgen haben wir zuerst ausgiebig zusammen gefrühstückt, nachdem ich lange ausschlafen konnte.

Danach sind wir nach Belgien in einen Kletterpark gefahren, wo wir uns mit ein paar anderen Franzosen und Austauschpartnern getroffen haben. Nachdem wir ungefähr zwei Stunden geklettert sind, fuhren wir wieder zurück und bereiteten alles für die anstehende Übernachtungsparty vor.

Wir waren drei Franzosen und drei Deutsche, die dann um 19.00 Uhr Richtung Schwimmbad in Charleville-Mézières gingen. Dort fand so etwas wie eine „Wassernacht“ statt, bei der man bis Mitternacht bleiben durfte. Wir sind um halb eins zurückgefahren und haben im Garten von meiner Austauschpartnerin in einem Pavillon „gefrühstückt“. Dann haben wir noch ein wenig Karten gespielt und Musik gehört und, als wir endlich auf unseren Luftmatratzen lagen, war es drei Uhr morgens.

(Annika Becker)

Tag 4 – Sonntag, 24.03.2019

Wir haben zu sechst (drei Französinnen und drei Deutsche) bei der Austauschschülerin einer Freundin übernachtet. Da wir am vorherigen Abend bis Mitternacht im Schwimmbad waren, haben wir alle zusammen erst gegen Mittag gefrühstückt. Anschließend haben wir mehrere Runden UNO gespielt. Dabei hatten wir sehr viel Spaß.

Nachmittags haben wir dann bei den Vorbereitungen zum Grillen geholfen und mit der ganzen Familie lecker gegessen.

Gegen 15:00 Uhr sind wir alle ins Dorf zu einer Burg gegangen. Dort haben wir uns dann einen Umzug angesehen, welcher den Winter austreiben sollte und vom Behindertenverein des Ortes organisiert wurde. Es war eine Art „Karnevalsumzug“, welcher sehr klein war. Am Ende wurden auch noch „Kamelle geschmissen“. Am Endpunkt angekommen, wurde eine Art „Nubbel“ verbrannt. Anschließend führte der Verein einen Tanz auf und die Zuschauer konnten buntes Pulver in die tanzende Menge werfen. Zum Schluss gab es Berliner und Kakao für alle.

Als alle aufgegessen hatten, gingen wir zurück zur Familie und verbrachten die Zeit bis zur Abholung durch die Gasteltern im Garten.

Bei meiner Austauschschülerin angekommen, habe ich mit ihr und ihrer kleinen Schwester bis zum Abendessen Kniffel gespielt und dann den Abend gemütlich ausklingen lassen.

(Cora Ewertz)

Tag 5 – Montag, 25.03.2019

Nach einem aufregendem Wochenende haben wir uns am Morgen getroffen, um die nächsten Ausflüge antreten zu können. Gemeinsam mit unseren Austauschschülern sind wir nach Reims gefahren. Als wir in Reims angekommen waren, sind wir in den Kapitulationssaal gegangen, in dem wir uns einen historischen Film angeschaut haben. Anschließend durften wir den Kapitulationssaal, heute Teil eines Museums, besichtigen. Als wir die Besichtigung beendet hatten, sind wir zu der Kathedrale gegangen. Auf dem Weg dahin wurde uns viel über die Geschichte von Reims und seine Bauwerke von Herrn Navarro erzählt.

Nach dem Spaziergang zur der Kathedrale durften wir diese nun auch erkunden. Der äußere Anblick der Kathedrale erinnerte leicht an das berühmte Bauwerk „Notre Dame“ in Paris und durch die bunten Fenster in der Kathedrale leuchteten verschiedene Farben in dem ganzem Gebäude.

Nachdem wir mit unserer Erkundungstour fertig waren, setzten wir uns zusammen in einen Park hinter der Kathedrale und genossen unser Lunchpaket, das wir am Morgen bekommen hatten. Mit gefüllten Bäuchen ging es nun weiter mit den nächsten Besichtigungen in einem Champagnerkeller. In diesem Keller haben wir uns viel Wissen über die Produktion und den Verkauf des Champagners angeeignet, zudem gab es in dem Keller mehrere abstrakte Kunstwerke und bewundernswerte Lichteffekte. Zum Abschluss des Tages wurde uns nun die Villa „Vranken“ präsentiert. Als wir dies beendet hatten, sind wir erschöpft wieder zurück nach Charleville gefahren und durften den restlichen Abend mit unserer Gastfamilie verbringen.

(Leonie Wolf)

Tag 6 – Dienstag, 26.03.2019

Am Dienstag durfte ich ausschlafen, da meine Austauschschülerin Claire am Morgen keinen Unterricht hatte. Um kurz nach 11 Uhr gingen wir gemeinsam in die Stadt und trafen uns mit einer meiner Freundinnen, Cora, und ihrer Austauschschülerin Elodie. Gemeinsam gingen wir in ein kleines Café und aßen Baguettes. Gegen kurz vor eins gingen wir dann los, um den Unterricht pünktlich um 13:00 Uhr zu erreichen. Meine Austauschschülerin hatte „Deutsch“. Die Aufgabe für diese Stunde war, eine Bewerbung zu schreiben. Es war sehr interessant zu sehen, auf welche Art und Weise die französischen Schüler die deutsche Sprache erlernen und wie sich der Unterricht gestaltet.

Um 14:00 Uhr hatten alle Franzosen und Deutschen gemeinsam einen Ausflug ins Marionettentheater von Charleville. Dort wurde uns der Umgang mit verschiedenen Marionetten gezeigt. Um 16:15 Uhr kehrten wir dann zur Schule zurück, um dem weiteren Unterricht zu folgen. In der Physikstunde wurde ein Test geschrieben, weshalb man nicht viel mehr tun konnte, als zu warten, bis der Unterricht vorbei war. Nach der Schule holte Claires Vater uns ab und wir fuhren zurück zu ihrem Haus. Da es bereits spät war, aßen wir sofort. Es gab Pommes, Kalb, Salat und Erdbeeren. Da wir beide einen anstrengenden Tag hinter uns hatten, gingen wir danach auch schon ins Bett.

(Sina Schumacher)

Tag 7 – Mittwoch, 27.03.2019

Am Mittwoch, dem 27. März, sind die Deutschen zusammen mit Madame Doussin und Frau Adam nach Sedan gefahren, um die Burg von Sedan (französisch Château de Sedan) zu besichtigen. Vor Ort wurden wir von einem Fremdenführer begrüßt, der uns durch die Burg führte und uns die Geschichte der Burg (zum Glück auf Deutsch) erzählte.

Sedan ist bekannt als geschichtsträchtige Stadt, da sie an einem strategisch wichtigen Punkt der Maas liegt. In der Geschichte der Stadt wurden hier wichtige Schlachten im Deutsch-Französischen Krieg und dem 2. Weltkrieg ausgetragen – bekannt unter der Bezeichnung „Schlacht von Sedan“.

Erbaut wurde die Burg um 1424 und ist heute eine der größten ihrer Art in Europa. Die Burg wurde mehrfach modernisiert und ist heutzutage eine Touristenattraktion. Sie beherbergt die Touristen-Informationen der Stadt und ein Museum. Außerdem befindet sich ein Hotel in den alten Gemäuern.

Vormittags sind wir den Rückweg angetreten. Angekommen in Charleville-Mézières hatten wir dann Zeit mit unseren Austauschschülern in den Gastfamilien. Da ich die einzige war, die während des Aufenthalts in Charleville im Internat unserer Partnerschule gewohnt hat, bin ich mit meiner Austauschschülerin zusammen mit Freunden in die Innenstadt von Charleville gelaufen, um etwas bummeln zugehen.

(Emilia Hausmann)

Autor: Nicole Schuldt

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