Piéla-Spendenlauf

Der diesjährige Spendenlauf am 12.07. war von einem außergewöhnlichen Besuch aus Piéla begleitet worden. Neben einer Gesamtspende in Höhe von 3429,40 Euro, die den Kindern und deren Bildung in Piéla zugute kommt, konnten die Schülerinnen und Schüler der Piéla-AG. aber auch die begleitenden Lehrerinnen und Lehrer sowie die Sechstklässler des diesjährigen Spendenlaufs Fragen an Abbe Pierre, dem Mitbegründer der Partnerschaft, stellen. Er war vor 25 Jahren der Initiator der Partnerschaft Piéla – Bad Münstereifel e. V. gewesen. Begleitet wurde er u. a. von Cesar Beogo, dem Vorsitzenden der Partnergruppe und dem Bürgermeister von Piéla, Daniel Nadinga, ebenso vom Vorstandsvorsitzenden Herrn Burggraf. Seit nunmehr 18 Jahren engagiert sich die Marienschule für unsere Partnerschule in Burkina Faso. Die eingelaufene Summe wird für das Projekt Entwicklung durch Bildung verwendet. Die höchste eingelaufene Einzelspende betrug 230 Euro, die höchst gelaufene km-Zahl lag bei 34.

Als Dankeschön erhielten Frau Lied und ich stellvertretend für das Engagement unserer Schule eine selbstgenähte Tasche und ein Mäppchen. Außerdem hatte César eine liebevoll gestaltete Mappe mit einem Text und tollen Bildern von Schülerinnen und Schülern aus Piéla mitgebracht. Den Wortlaut habe ich übersetzen lassen:

Das Dorf SEKOUANTOU liegt in der Region Est von Burkina Faso („est“ heißt auch „Osten“; aber dies ist offenbar der Eigenname der Region), in der Provinz GNAGNA und der Gemeinde BILANGA.

Die Vorfahren des Dorfs sind auf der Suche nach kultivierbarem Boden aus DIPIENGA gekommen. Aber das Wasser machte sich an dieser Örtlichkeit rar, und so haben sie beschlossen, einen Brunnen zu graben. Glücklicherweise wird Wasser gefunden. Als sie am nächsten Tag wiederkamen, um Wasser zu schöpfen, haben sie festgestellt, dass der Brunnen von Bienen belagert war und man das Wasser nicht mehr sah. Als sie als Erste nach Hause kamen, trafen sie andere, die sich dort zusammenfanden. Sie fragten, warum die anderen ohne Wasser zurückkämen. Sie antworteten: „DORT SIND BIENEN!“ Die Übersetzung in die Sprache gourmantché ergibt SIKOUANTOUGUINI. Abgewandelt hat der Kolonist (oder Kolonisator) SEKOUANTOU geschrieben, was bis heute der Name des Dorfs geblieben ist.

Unsere Schule befindet sich in diesem Dorf. Sie wurde am 1. Oktober 1999 mit 70 (Schülerinnen und) Schülern eröffnet. Der erste und aktuelle Direktor ist Herr Ahouénassé Edouard.

Die Schule zählt vier Klassen mit fünf Lehrkräften.

Durch den Vermittler/die Vermittlerin der Vereinigung CUOFI KE TORI A BA aus Piéla ist die Schule mit der MSE (Marienschule) befreundet. Durch diese Schulpartnerschaft kam der Schule zugute: Trinkwasserbrunnen, die Kantine, 1 Klassenraum, der Garten, die partielle Einzäunung des Schulbereichs, Verpflegung, die Bibliothek/Bücherei, um nur das zu nennen.

Diese vielfältige Unterstützung hat die Bevölkerung, die Eltern, die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte ermutigt daran zu arbeiten, eine der besten Schulen zu sein, wenn nicht sogar eine Referenzschule.

Wir danken Gott und wünschen dieser Partnerschaft ein langes Leben.

Und das wünschen wir uns als Marienschule auch!

Agnes Namislo

Autor: Nicole Schuldt

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