Schüleraustausch Charleville-Mézières 2017

Schüleraustausch mit dem lycée Madame de Sévigné in Charleville-Mézières 2017

Am 16. März um 8 Uhr fuhren die deutschen Austauschüler in Richtung Charleville. Nach 5 Stunden Fahrt, mit einer Pause und glücklicherweise keinem Stau, kamen wir dann an und wurden auch sehr bald von unseren Gastschülern in Empfang genommen. Die Koffer wurden in einen Raum geschlossen und während die meisten Franzosen wieder in den Unterricht mussten, machten wir eine Stadtführung mit M. Navarro und Frau Adam. Uns wurde vor Augen geführt, dass man überall die Zahl vier wiederfindet, ob jetzt an den vier Plätzen oder der Anordnung der Fenster bzw. der Häuser auf der Place Ducale. Außerdem wurden uns das Geburtshaus und das spätere Wohnhaus von Arthur Rimbaud gezeigt und seine Lebensgeschichte erzählt. Es gibt gegenüber seinem Haus ein Museum über ihn, dies ist in einer alten Mühle untergebracht, auf der angezeigt wird, wie hoch das Hochwasser einmal stand; da Charleville von der Maas umrundet wird, stand die Stadt komplett unter Wasser. Sogar die Hängebrücke hinter der Mühle, welche sehr schön ist, musste damals gesperrt werden. Auffällig ist, dass Charleville direkt nach der kleinen Brücke aufhört und man sofort im Wald steht.

Nach der Führung trafen sich die beiden Schülergruppen beim Bürgermeister wieder. Nach der Rede, welche von Herrn Kaiser übersetzt wurde, gab es für alle regionale Spezialitäten zu kosten, wie z.B. die tarte au sucre. Anschließend fuhren wir zu unseren Gastfamilien. Am Freitag mussten wir erst einmal mit in den Unterricht und danach machten wir eine Rallye durch die Stadt. Das Wochenende verbrachten wir mit unseren Familien, wobei die meisten schwimmen gingen, Lasertag spielten, Bowling spielten oder Schlittschuh fahren gingen. Am Montag machte sich die deutsch-französische Schülergruppe auf den Weg nach Reims, wo wir erst die romanisch-gotische Basilika St. Rémi besuchten, dann besuchten wir die salle de reddition, in der der Zweite Weltkrieg durch die Unterschrift der Kapitulationsurkunde am 7. Mai 1945 beendet wurde. Darauf folgte nach der Mittagspause eine Führung durch die dortige Biscuiterie Fossier. Schließlich traten wir gemeinsam den Heimweg an. Während der Rückfahrt konnten wir aus dem Bus ein riesiges Wildschwein aus Metall sehen, welches das Wahrzeichen der französischen Ardennen ist.

Am Dienstag gingen wir erst mit in den Unterricht und anschließend mit in der Schulkantine essen. Am Nachmittag besuchten wir einen Marionettenworkshop, da Charleville die Hauptstadt der Marionnettenspielkunst ist, erst lernten wir mit den Puppen zu spielen, um dann selbst Schattenspielfiguren zu basteln. Am Mittwoch besichtigten wir vormittags das Château de Sedan. Die Führung dauerte etwas länger als zwei Stunden, in denen wir einiges über Kriegsführung vom Mittelalter bis zum Deutsch-Französischen Krieg lernten und wer diese Kriege führte. Am Nachmittag, wie es in Frankreich üblich ist, wurde im Verein mit dem jeweiligen Austauschüler Sport gemacht. Am folgenden Morgen ging es dann mit den Austauschülern von Frankreich, welche leider nicht alle mitkamen, zurück nach Deutschland. Mit dem Aufenthalt der französischen Austauschschüler bei uns in Deutschland begann dann der zweite Teil unseres Schüleraustauschs.

Charleville 2 Charleville

Hannah, 9c

Autor: Nicole Schuldt

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