„Erinnern für die Zukunft Europas“ – Schulbrücke Europa –

Am Morgen des 20.10. stiegen wir, 5 Schüler der Q2 der Marienschule Euskirchen, gemeinsam mit unserer Lehrerin Frau Barz im Rahmen der SchulBrücke Europa in den Zug am Euskirchener Bahnhof, Ziel: Die Stadt der Dichter und Denker, Weimar, im überschaubaren Thüringen. Nach einer längeren Reise kamen wir nachmittags erschöpft, aber auch gespannt, unwissend, wer und was uns genau erwarten würde, in der EJBW, der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar und unserem Zuhause für die kommenden acht Tage, an.

Das Projekt „Erinnern für die Zukunft Europas“ führte Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren aus Ländern wie Frankreich, Rumänien, der Slowakei, Italien, Schweden und Deutschland zusammen, nicht nur, um den internationalen Austausch der verschiedenen Kulturen zu fördern, sondern auch, um über Themen betreffend der Europäischen Geschichte, Politik und den Zukunftsvisionen für Europa zu diskutieren. Geleitet von Dr. Frithjof Reinhardt und Thomas von der Gönna, begannen wir das Seminar mit dem Kennenlernen untereinander und dem Vorstellen der einzelnen Heimatorte und Schulen. Zudem bereitete jede nationale Gruppe persönliche Erinnerungsstücke, die uns mit Europa in Verbindung brachten, vor, welche wir ebenfalls vor Ort in einer kreativen Gestaltungsform vortrugen.

Ein Highlight direkt zu Beginn war das Internationale Büfett, für das jede Gruppe verschiedene, für ihr Land typische Köstlichkeiten mitbrachte. Der Streit um den besseren Speck zwischen den Südtirolern und den Rumänen war vorprogrammiert. Zugegebenermaßen anstrengend war der am Tag darauf folgende dreistündige Vortrag von Frithjof, in dem er über das Thema der diesjährigen SchulBrücke „Erinnern für die Zukunft Europas“ sprach.

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Am vierten Tag in Weimar begannen wir mit der Arbeit zu Bereichen der Ökologie und Ökonomie, des Krieges und Friedens, der Bildung und Werte, der Demokratie/Herrschaft und den Menschenrechten. In gemischten Gruppen arbeiteten wir zwei Tage mit den gestellten Materialien, um am Ende den anderen Gruppen epochal gegliederte Plakate an einem Zeitstrahl präsentieren zu können. Anfangs war das Verständigen zwischen den verschiedenen internationalen Teilnehmern mühsam, da das Seminar ausschließlich auf Deutsch stattfinden sollte, jedoch lernten wir schnell uns zu verständigen. Mit Stolz konnten wir am Ende unseren bunt gefüllten Zeitstrahl bewundern.

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Am Abend wurden wir in einem Spiel, das daraus bestand, eine Brücke aus Holzstäben zu bauen, die nur an den Enden den Boden berühren durfte, auf die Probe gestellt.

Ein weiteres Highlight war der Tagesausflug in das nahe gelegene Erfurt. Nach einer zweistündigen Stadtführung, bei der wir unter anderem den Erfurter Dom bestaunten, hatten wir den restlichen Tag über Freizeit, bevor wir am Abend wieder in die Jugendbegegnungsstätte zurückfuhren.

Am nächsten Tag hielt Frithjof einen weiteren Vortrag über „Utopie“ und was es mit dem Begriff „kein Ort nirgends“ auf sich hat.

Unser letztes Projekt, eigene Zukunftsgeschichten zu den zuvor bearbeiteten Feldern zu schreiben, begannen wir am vorletzten Tag. Fazit: Wir müssen uns daran Erinnern, was Europa in der Vergangenheit geschadet und was Europa gefördert hat, um es in der Zukunft besser zu gestalten, oder wie Giorgio Agamben sagte: „Die Zukunft Europas ist seine Vergangenheit“.

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Am Tag der Abreise, nachdem wir stolz mit unseren kurz zuvor überreichten Zertifikaten ein gemeinsames Gruppenbild machten, ließ sich die Woche wie folgt zusammenfassen: Das Essen war großartig, die Arbeit war lehrreich, aber auch anstrengend, die Leute waren offen und lustig.

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An dieser Stelle auch ein Danke an die Robert Bosch Stiftung und die Deutsche Nationalstiftung, die uns diese acht Tage ermöglicht haben.

Sina Luisa Sefrin, Q2

Autor: Nicole Schuldt

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